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Burgen und Ritter zwischen Facts und Fiction 

haben es in sich, sie faszinieren und projizieren (Traum)Bilder in uns einer längst vergangener Zeit, die es meist so gar nie gegeben hat. «Und kaum ein Thema wie Burgen und Ritter wurde und wird in der Geschichte meist so farbig dargestellt und so verzeichnet Sagen erzählen von Bewohnern der Wehrtürme und Zwingburgen als Feinden der Freiheit, als Raubritter, als mädchenraubenden Tyrannen» (aus dem Begleitband «mitenand 2», vgl. Lehrmittel auf dieser Website downloadbar).

Der beste Weg, nicht ins historische Fettnäpfchen zu treten ist der Spaziergang zur nahen Ruine. Einfacher als jede noch erhaltene Burg, weil diese meist ein komplexes Geschichtsbild wiedergibt. Oft ist der mittelalterliche Teil von einem eidgenössischen Landvogteischloss «ummantelt», das die verschwundene Ritterzeit kaum wiedergibt. Eine Ruine hingegen kann mit den Lernenden wieder aufleben. Sie wird ausgemessen und in einer Art «tableau vivant» rekonsturiert und mit kindlicher Fantasie skizziert. Das gibt ein authentisches Resultat, das nun gemeinsam & lerngerecht mit Beschreibungen und Quellenbildern aus der fernen Zeit dekonstruiert werden kann. So wird jener fachdidaktisch Anspruch erfüllt, das historisches Denken nachhaltig zu fördern. Eine vorprogrammierte Sternstunde wäre schlussendlich die gespielte und besprochene Königskrönung nach mittelalterlichem Ritual in der einstigen Burgkapelle (she unten).

Das Lernbild stammt aus «mitenand 2» • Kommentar Begleitband Spätmittelalter